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Westfalen-Blatt: zur angedachten Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen

10.01.2019 - Wirtschaft (Wirtschaft)

Bielefeld (ots) - Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nichtwert? Die alte Volksweisheit hat natürlich nichts von ihrem Wahrheitsgehalt verloren. Doch was den rein praktischen Umgang mit Ein- und Zwei-Cent-Münzen angeht, spricht Vieles für eine Abschaffungdes Kleingeldes. Da sind zum einen die hohen Herstellungskosten, die den Nennwert der Münzen übersteigen und von den Steuerzahlern aufgebracht werden müssen. Zum anderen verstopft das Klimpergeld das Portemonnaie und führt zu Staus an der Ladenkasse. Wohl auch aus diesen Gründen prägen mehrere Länder keine kleinen Münzen mehr. Dabeimuss der Handel nicht einmal auf seine zu Werbezwecken wichtigen Eckpreise wie 1,99 Euro verzichten - wenn der Betrag per Karte bezahlt wird. Andererseits könnte auf bis zu einem Fünf-Cent-Betrag ab- oder aufgerundet werden. Richtig ist, dass viele Deutschen am Bargeld hängen. Allerdings wird das Kleingeld immer häufiger zu Hausein Sparschweinen oder Gläsern gehortet - vielleicht um damit Brautschuhe zu kaufen. Ansonsten kann man darauf verzichten.

Quelle: www.presseportal.de