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Rheinische Post: Barmer-Chef fordert mehr Geld für Versicherte in Städten und weist Manipulationsvorwürfe zurück

02.01.2019 - Wirtschaft (Wirtschaft)

Düsseldorf (ots) - Der Chef der Barmer GEK, Christoph Straub, kritisiert die Verteilung der Krankenkassen-Milliarden: "Weil es in den Städten mehr Ärzte, Therapeuten und Kliniken gibt, entstehen dortpro Kopf mehr Kosten als auf dem Land. Das Finanzierungssystem nimmtdarauf jedoch nicht Rücksicht, so dass bundesweit agierende Kassen imSchnitt zu wenig und regional aufgestellte Kassen zu viel Geld aus dem Gesundheitsfonds erhalten. Es geht also zu viel Geld in die ländlichen Regionen und zu wenig in die Metropolen", sagte Straub derDüsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwoch).

Für die 2019 geplante Reform des Finanzausgleichs fordert Straub: "Der neue Finanzausgleich muss mehr Geld für Versicherte in den Metropolen bereitstellen. Zum anderen müssen wir mehr als bisher 80 Krankheiten in den Katalog der besonders zu vergütenden Leistungen aufnehmen. Insgesamt werden nur so Kassen nicht bestraft, die besonders viele Kranke in Metropolen versichern."

Vorwürfe, die Barmer habe Ärzte zum falschen Kodieren von Diagnosen angehalten, weist Straub zurück: "Diesen Vorwurf weisen wirvon uns. Wir haben auch nach Einsicht in die Akten der Behörden keinen Hinweis darauf, dass Barmer-Mitarbeiter sich unrechtmäßig verhalten haben." Die Justiz ermittelt in diesem Zusammenhang seit Längerem gegen die Barmer, die Techniker und die AOK Rheinland-Hamburg.

Quelle: www.presseportal.de