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Ohne Wasser kein Grün

27.06.2024 - Umwelt (Klimaschutz, Umfrage, Naturschutz, Bild, Wetter)

Ulm (ots) -

Langanhaltende Hitzeperioden, dann wieder Starkregen - eine echte Herausforderung für das Grün. Laut einer Umfrage im Auftrag von Gardena fürchten sich fast 60 Prozent der Pflanzenfreunde vor Trockenperioden und extremer Hitze durch den Klimawandel.1 Grünflächen sind angesichts zunehmend langer Hitzephasen wichtiger denn je. Damit sie langjährigen Bestand haben und ihre Funktion als lokale "Klimaanlagen" zuverlässig wahrnehmen können, brauchen sie eine gewisse Menge an Wasser, um weiter zu bestehen. Es gilt deshalb, dafür zu sorgen, dass ihnen stets genügend Feuchtigkeit zur Verfügung steht - gerade in Trockenphasen.

Doch die veränderten Rahmenbedingungen sind noch lange kein Grund, den Kopf hängen zu lassen und den Spaten in die Ecke zu stellen: Durch eine wasserbewusste Gartengestaltung lassen sich extreme Witterungsereignisse bis zu einem gewissen Maß abfedern. Je grüner und üppiger ein Garten, eine Terrasse oder ein Balkon bepflanzt ist, desto ausgeglichener ist etwa das Mikroklima. Bäume und Sträucher sorgen für beschattete Bereiche, in denen sich die Bodenfeuchte länger hält. Ihr Blattwerk verdunstet Wasser, was zu einer lokal höheren Luftfeuchtigkeit führt. Dies spürt deutlich, wer sich an einem heißen Sommertag unter einen Baum setzt.

Der Garten als Wasserspeicher

Es ist wichtig, dass Grünflächen stets ausreichend Wasser zum Gedeihen zur Verfügung gestellt wird. Sei es, indem Regenwasser zum Gießen gesammelt oder ein besonderes Augenmerk auf gesunde Böden gelegt wird, die eine hohe Speicherkapazität haben. Das Konzept der Schwammstadt, das heute mehr und mehr in die Stadtplanung einfließt, hat einen möglichst ausgeglichenen Umgang mit dem Wasser zum Ziel. Es basiert darauf, dieses nach Regenfällen nicht rasch wegzuleiten, sondern es langsam vor Ort versickern und den Bäumen zukommen zu lassen. Dies puffert Starkregenfälle und minimiert das Überschwemmungsrisiko. Warum nicht diese Idee auf den Garten adaptieren? Der Schwammgarten soll so gestaltet sein, dass er möglichst viel Regenwasser sammeln, aufsaugen und speichern kann. Das Erdreich bei Stauden- oder Gemüserabatten dient dabei als Speicher. Beeteinfassungen aus Stein oder Holz sorgen dafür, dass bei Regen keine Erde weggeschwemmt wird.

Ein gesunder Boden, der das Wasser zurückhalten kann, macht die Pflanzen in trockenen Phasen überlebensfähig. Ebenso sorgen auch unversiegelte Wege und Plätze dafür, dass das Wasser nicht ungenutzt wegfließt, sondern versickert und langsam in den Kreislauf zurückgelangt. "Grünflächen sind elementarer Teil unseres Ökosystems und des Wasserkreislaufs. Sie speichern Wasser und speisen es über Verdunstung wieder in den Wasserkreislauf ein.", so Anna Hackstein, Geschäftsführerin des Industrieverbands Garten. "Deswegen ist es gerade in Trockenphasen so wichtig, durch eine effiziente Bewässerung die Pflanzen jederzeit so gesund zu halten, dass sie diese bedeutenden Aufgaben erfüllen können. Jeder Tropfen in der Bewässerung ist eine Investition in den gesamten Wasserhaushalt."

Regenwasser sammeln

Die aktuelle Umfrage ergab, dass 70 Prozent derjenigen, die versuchen bei der Bewässerung ihrer Grünflächen effizient zu sein, damit einen Beitrag gegen den Klimawandel und die weltweite Wasserknappheit leisten wollen. Eine wichtige Maßnahme ist das Sammeln von Regenwasser in großen Tonnen oder unterirdischen Zisternen. Mittels einer Pumpe und einer automatischen Bewässerung gelangt das Wasser dann gezielt und dosiert dahin, wo es benötigt wird.

Für vielfältiges Grün auf allen Ebenen

Neben natürlichen Lebensräumen wie Wäldern sind es nicht nur Grünflächen wie Parks, welche die Auswirkungen des Klimawandels wie Überhitzung und Überflutung im Siedlungsraum abfedern können. Auch den Gärten, die im Siedlungsraum einen wesentlichen Flächenanteil einnehmen, kommt eine wichtige Bedeutung zu. Sie sollten möglichst reich an verschiedenen Pflanzen sein.

Maßnahmen für eine clevere Wassernutzung

- In Stauden- und Gemüsebeeten eine organische Mulchschicht ausbringen (z.B. Grasschnitt, Laub oder reifen Kompost), um die Feuchte zurückzuhalten und die Bodengesundheit sowie das Bodenleben zu fördern. - Den Boden stets von Pflanzen bedeckt halten, um Verdunstung und Auswaschung zu minimieren und ein Austrocknen zu vermeiden. - Standortgerechtes Pflanzen hilft sparsam zu bewässern: Keine feuchtigkeitsliebenden Pflanzen an trockensonnige Standorte setzen. An voll besonnten Standorten wiederum setzt man auf Trockenheitskünstler wie Kugeldistel, Schafgarbe, Perlkörbchen, Wildrosen oder Thymian. - Dachwasser sammeln, Sickermulden anlegen als temporäre Wasserspeicher. - Durchlässige, sickerfähige Wege und Plätze anlegen. - Wasserbedürftige Pflanzen in Töpfen und im Garten über eine dosierbaren automatischen Tropfbewässerung versorgen, wenn möglich gesammeltes Regenwasser verwenden. - Mehr Bäume pflanzen, Kleinstrukturen durch vielfältige Heckensträucher schaffen, in deren Schatten sich ein feuchtes Mikroklima etablieren kann. - "Einmal hacken spart dreimal gießen": Befolgt man diese alte Gärtnerweisheit, lassen sich die Bewässerungsabstände vergrößern. - Lieber einmal alle paar Tage durchdringend und kräftig bewässern als täglich nur ein wenig. Letzteres verwöhnt die Pflanzen und führt dazu, dass sie ihr Wurzelwerk nur an der Oberfläche ausbreiten, statt in die Tiefe zu gehen.

Weitere Informationen zu effizienter Wassernutzung liefern das Gardena eBook "Clever bewässern", www.gardena.com/cleverwatering sowie www.wasserimgarten.info.

1) Die Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag von GARDENA. 1.054 Personen, die Zugang zu privaten Grünflächen haben, nahmen zwischen dem 30.01. und dem 02.02.2024 an der Umfrage teil. Die Ausgangsstichprobe wurde gewichtet und ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (18+).

Quelle: www.presseportal.de

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