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Kiew: Neues Sozialzentrum der Caritas mit Unterstützung aus Freiburg eröffnet

20.03.2024 - Soziales (Hilfsorganisation, Ukraine, Spenden, Soziales)

Freiburg/Kiew (ots) -

Einweihung des neuen Sozialzentrums in Kiew - Erzbistum Freiburg hat für das Gebäude 1,3 Millionen Euro gespendet - Delegation des Caritasverbandes und des Erzbistums in der Ukraine - Unterstützung ist klares Zeichen für die Zeit nach dem Krieg.

Die Caritas Kiew hat nach Umbau- und Renovierungsarbeiten ihr neues Sozialzentrum eröffnet. Mit Hilfe des Erzbistums Freiburg und von Caritas international hat die Caritas der ukrainischen Hauptstadt das Gebäude erworben, um im dritten Kriegsjahr noch umfassender Hilfe leisten zu können. "Das neue, große Haus ist Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger von Kiew genauso wie für die vielen Binnenvertriebenen, die aus den östlichen Regionen in die Stadt kommen und Hilfe benötigen", erklärt Oliver Müller, Leiter von Caritas international, der mit Peter Birkhofer, Weihbischof im Erzbistum Freiburg, sowie mit Steffen Feldmann aus dem Vorstand des Deutschen Caritasverbandes vor Ort ist. Die Spende des Erzbistums von 1,3 Millionen Euro hat den Kauf des Hauses möglich gemacht. Peter Birkhofer freut sich besonders über dieses Ereignis: "Die Eröffnung dieses Sozialzentrums ist für die Menschen hier ein Zeichen der Hoffnung. Für uns ist es keine Frage gewesen, uns solidarisch mit den Menschen zu zeigen und die Einrichtung des neuen Sozialzentrums zu unterstützen. Es ist eine Gnade, helfen zu können, helfen zu dürfen. In den Diskussionen in Deutschland kommt leider oft zu kurz, dass wir auch die ukrainische Zivilgesellschaft mitten in diesem Angriffskrieg durch die russische Förderation unterstützen müssen."

Im Sozialzentrum wird es vor allem Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche geben, die nach der Schule hierherkommen können, um ihre Hausaufgaben zu machen oder zu spielen. "Für die Kinder und Jugendlichen werden hier wieder Freiräume eröffnet, die sie nach zwei Kriegsjahren in ihrer Stadt nicht mehr finden konnten. Hier erhalten sie durch die Caritas die Möglichkeit, wieder ganz Kind zu sein und wenigstens für einige Stunden den Krieg zu vergessen", beschreibt Oliver Müller die Angebote des neuen Hauses.

Wichtige Leistungen des Sozialzentrums werden zudem psychosoziale und rechtliche Beratungsangebote für die Eltern sein. Auch Hilfen, die im Zusammenhang mit dem Krieg notwendig sind, wie Unterbringung und finanzielle Unterstützung, werden im Zentrum angeboten. Davon profitieren unter anderem die vielen Binnenflüchtlinge, die aus den Gebieten nahe der Front in die ukrainische Hauptstadt geflohen sind.

Ein weiterer Bereich im neuen Sozialzentrum ist die mobile Alten- und Hauskrankenpflege der Caritas Kiew, die immer weiter ausgebaut wird. Auch Menschen mit Behinderung sollen hier künftig verschiedene Unterstützungsleistungen erhalten.

"Mit der Eröffnung des neuen Sozialzentrums ist ein klares Zeichen und Bekenntnis verbunden, über den Krieg hinaus zu denken und dabei zu helfen, die dafür notwendigen Strukturen bereits jetzt aufzubauen", sagt Müller.

Caritas international unterstützt die Menschen in der Ukraine schon seit 2014 mit dem Beginn der russischen Besatzung im Osten des Landes. Die griechisch-katholische Caritas Ukraine unterhält im gesamten Land 45, die römisch-katholische Caritas Spes 32 Zentren, in denen Hilfen für die lokale Bevölkerung und Binnenflüchtlinge geleistet werden. Bisher konnte die Caritas in der Ukraine drei Millionen Menschen mit ihrer Hilfe erreichen. 17,6 Millionen Menschen sind gegenwärtig auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Hinweis an die Redaktionen: Oliver Müller, Leiter von Caritas international steht für Interviews gerne zur Verfügung.

Caritas international bittet um Spenden mit dem Stichwort:

Nothilfe Ukraine-Krieg

Caritas international

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02

BIC: BFSWDE33XXX

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www.caritas-international.de

Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.

Quelle: www.presseportal.de

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