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HPI freut sich auf die zweite Humboldt-Professur: Auszeichnung für KI-Expertin und Juristin Prof. Sandra Wachter

13.06.2024 - Netzwelt (Bildung, Forschung, Künstliche Intelligenz, Auszeichnung, Hochschule, Bild)

Potsdam (ots) -

Die KI-Expertin Prof. Sandra Wachter wurde erfolgreich für eine "Humboldt-Professur für Künstliche Intelligenz 2025" nominiert und wird künftig an der gemeinsamen Digital Engineering Fakultät des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und der Universität Potsdam (UP) lehren und forschen. Die Professur ist mit 3,5 Millionen Euro dotiert - und damit der höchstdotierte internationale Preis für Forschung in Deutschland. Er wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Seit 2017 ist Prof. Dr. Sandra Wachter am Oxford Internet Institute der University of Oxford tätig und lehrt dort seit August 2022 als Professor of Technology and Regulation. Ihre bisherige Forschung konzentrierte sich auf rechtliche und ethische Aspekte von künstlicher Intelligenz, Robotik und Big Data, sowie Internet- und Plattformregulierung. Für Ihre Forschung in diesem Bereich gewann Prof. Wachter bereits zahlreiche Preise und unterstützte darüber hinaus in beratender Funktion Regierungen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen bei ethischen und regulatorischen Fragen neuer Technologien. Prof. Wachters Arbeit zu Explainable AI - ein Forschungsfeld, das die Entscheidungsfindung von KI nachvollziehbarer machen möchte - wurde unter anderem von Google, IBM und Microsoft aufgegriffen.

Mit der fortschreitenden Verbreitung und Kommerzialisierung von KI-Anwendungen wird Prof. Wachters Forschungsfeld immer relevanter. Je komplexer und einflussreicher die KI-Algorithmen werden, desto nötiger wird es, sie transparent und verständlich zu machen, um einen ethischen und verantwortungsbewussten Einsatz zu gewährleisten.

Mit Prof. Sandra Wachter bekommt das HPI innerhalb kurzer Zeit bereits die zweite Humboldt-Professur - nach Gesundheitsökonomin Prof. Ariel Dora Stern im vergangenen Jahr.

Prof. Dr. Tobias Friedrich, HPI-Geschäftsführer und Dekan der gemeinsamen Digital Engineering Fakultät des HPI und der Uni Potsdam: "Wir freuen uns sehr, dass wir für internationale Top-Forschende so attraktiv sind. Mit Prof. Wachter werden wir unsere Forschung und Lehre zur künstlichen Intelligenz weiter ausbauen. In diesem dynamischen Feld wird davon insbesondere der wissenschaftliche Nachwuchs am HPI außerordentlich profitieren."

Am HPI möchte sich Prof. Wachter insbesondere der interdisziplinären Forschung im Technologienrecht und der KI-Regulierung widmen. Themenbereiche wie die Regulierung von Generativer KI, algorithmische Fairness und Erklärbarkeit sowie Ethik der KI spielen hier eine besondere Rolle.

Prof. Sandra Wachter: "Es lässt sich kaum in Worte fassen, welche Ehre es ist, eine Humboldt-Professur verliehen zu bekommen. Ich bin überwältigt, diesen Forschungspreis zu erhalten. Und dann auch noch darüber hinaus die Möglichkeit zu bekommen, am HPI und der Universität Potsdam Forschung und Lehre zu betreiben, ist ein unglaubliches Privileg! Das HPI steht für Innovation, Tatendrang und gelebte Wissenschaft und ich freue mich, mit den Forscher:innen und Student:innen zu arbeiten."

Vorbehaltlich der Zustimmung der universitären Gremien und des erfolgreichen Abschlusses der Berufungsverhandlungen kommt Prof. Wachter 2025 nach Potsdam, um Ihre Arbeit am HPI aufzunehmen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de), das derzeit mehr als 1000 Studierende zählt. Mit dem Bachelorstudiengang "IT-Systems Engineering" bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein besonders praxisnahes und softwareorientiertes Informatikstudium an. In den drei Masterstudiengängen "IT-Systems Engineering", "Digital Health", und "Computer Science" können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die d-school, die HPI School of Design Thinking, ist Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school und bietet jährlich 160 Plätze für ein Zusatzstudium an. Die HPI School of Entrepreneurship, kurz E-School, unterstützt und motiviert Studierende, das Potenzial unternehmerischen Denkens und Handelns zu erkennen und zu nutzen. Ein starker Fokus liegt auf dem Transfer von Ideen und digitalen Technologien in kunden- und marktzentrierte Produkte und Startups. Derzeit sind am HPI 22 Professorinnen und Professoren und rund 50 weitere Lehrbeauftragte und Dozierende tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in den HPI Research Schools für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt und Irvine, sowie mit Kooperationspartnern wie dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), der Stanford University und dem Hasso Plattner Institute for Digital Health at Mount Sinai (HPI-MS) in New York. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.

Das Hasso-Plattner-Institut ist ein Leuchtturmprojekt der Hasso Plattner Foundation, beruhend auf der tiefen Überzeugung, dass Innovation und Bildung einen positiven sozialen Wandel bewirken können. Die Wirkung des HPI steht exemplarisch für diese Mission. Neben ihren Projekten im Bereich Wissenschaft und Bildung engagiert sich die Stiftung auch in den Bereichen Soziales und Naturschutz sowie Kunst und Kultur.

Quelle: www.presseportal.de

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