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Bei 43 Prozent der M&A-Transaktionen weltweit gibt es ernsthafte kulturelle Probleme

19.12.2018 - Wirtschaft (Unternehmen, Arbeit)

Frankfurt (ots) - Bei 43 Prozent der M&A-Transaktionen weltweit ergeben sich solche ernsthaften kulturellen Probleme, dass sie verzögert, beendet oder die Kaufpreise negativ beeinflusst werden. Darüber hinaus können bei 67 Prozent der Transaktionen Synergien aufgrund kultureller Probleme nur verzögert realisiert werden. Diese alarmierenden Erkenntnisse stammen aus dem Mercer M&A Readiness Research[TM] Series 3.0 Report "Mitigating Culture Risk to Drive DealValue". Die Studie basiert auf Umfrage- und Interviewantworten von mehr als 1.400 M&A-Experten aus 54 Ländern, die gemeinsam in den letzten 36 Monaten an mehr als 4.000 Deals sowohl auf der Kauf- als auch auf der Verkaufsseite gearbeitet haben.

"Wenn die Community der Global Deal Maker beabsichtigt, den wirtschaftlichen Wert bei M&A-Transaktionen für Aktionäre zu steigern, sind unsere Forschungsergebnisse kristallklar: Kultur zählt", sagt Jeff Cox, Global M&A Transaction Services Leader bei Mercer. "Wenn es darum geht, die Belegschaft für die Zukunft eines neu gegründeten Unternehmens zu gestalten, ist es nicht möglich, die Kultur einfach zu ignorieren."

Weitere Ergebnisse der Mercer-Studie:

- 61 Prozent der Befragten wählten "Wie sich Führungskräfte verhalten, nicht nur was sie sagen" als den wichtigsten Treiber der Unternehmenskultur. - Den Faktoren "Governance und Entscheidungsprozess" (53 Prozent) sowie "Kommunikationsstil und Transparenz" (46 Prozent) wurde ebenfalls ein hoher Stellenwert beigemessen. - Deal Maker gaben auch an, dass 30 Prozent der Deals daran scheitern, die finanziellen Ziele zu erreichen, was auf kulturell bedingte Probleme wie Produktivitätsverlust, Abwanderung von Schlüsseltalenten und Kundenbeeinträchtigungen zurückzuführen ist.

Die Studie untersucht ausführlich die unterschiedlichen Einstellungen und Meinungen der Befragten auf der Grundlage von Rolle, Branche, Demografie und Geografie. So schätzen beispielsweise HR-Fachleute "Zusammenarbeit" (69 Prozent) und "Empowerment" (64 Prozent) als die wichtigsten Komponenten der Kultur ein, während für Führungskräfte der Aspekt "Governance/Entscheidungsprozess" (60 Prozent) am wichtigsten ist.

"In Deutschland gibt es viele Beispiele, die zeigen, dass Kultur dramatische finanzielle Auswirkungen haben und den erwarteten Transaktionserfolg behindern kann. Daher sollten sich Unternehmen im Rahmen von Mergers & Acquisitions frühzeitig mit dem Thema Kultur alsfinanziellem Risiko auseinandersetzen", sagt Thomas Bouchez, M&A Transaction Services Leader bei Mercer Central Europe. "Wir haben viele Unternehmen im Umgang mit kulturellen Aspekten bei M&A und anderen Business Transformationen unterstützt. Dabei kommt es darauf an, sich auf die wichtigsten Treiber im Unternehmensumfeld zu konzentrieren, die die Geschäftsergebnisse auch kurzfristig beeinflussen."

Der Bericht macht die Global Deal Community auf die kulturellen Risiken aufmerksam, die bei M&A-Transaktionen auftreten können. Er stellt aber auch konkrete Maßnahmen zur bestmöglichen Minderung des Kulturrisikos vor, einschließlich eines Dreistufenplans: 1. Klare Formulierung der Geschäftsziele und -risiken 2. Bestehen auf einer bestätigenden Cultural Due Diligence 3. Priorisierung der Kultur, insbesondere innerhalb der ersten 100 Tage nach der Unterzeichnung

"Deal Maker können M&A-Risiken minimieren und den Wert von Deals steigern, indem sie die Kultur in den Mittelpunkt der Unternehmenstransformation stellen", so Jeff Cox. "Kultur ist das Arbeitsumfeld eines Unternehmens. Es definiert ein Unternehmen, ermöglicht eine effektive Anpassung der Geschäftsstrategie und kann eine Plattform bieten, um die richtigen Talente zu gewinnen und zu binden."

Weitere Informationen, eine Executive Summary und den vollständigen Studienbericht zum Download erhalten Sie auf dieser Website: http://ots.de/Ek4gQw

Über Mercer (www.mercer.com)

Mercer bietet Beratung und digitale Lösungen, die Unternehmen dabei helfen, die Anforderungen in den Bereichen Gesundheit, Wohlstand und Karriere in einer sich wandelnden Arbeitswelt zu erfüllen. Mit mehr als 23.000 Mitarbeitern in 44 Ländern ist Mercer in über 130 Ländern tätig. Mercer ist ein Tochterunternehmen der Marsh & McLennan Companies (NYSE: MMC), dem führenden globalen Anbieter von professionellen Dienstleistungen zu den Themen Risiko, Strategie und HR. Mit einem Jahresumsatz von 14 Mrd. USD und fast 65.000 Mitarbeitern weltweit hilft Marsh & McLennan Companies seinen Kunden dabei, in einem immer dynamischeren und komplexeren Umfeld erfolgreich zu agieren. Zu Marsh & McLennan Companies gehören auch Marsh, Guy Carpenter und Oliver Wyman.

Mercer Deutschland (www.mercer.de)

In Deutschland ist Mercer mit über 600 Mitarbeitern unter anderem an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart vertreten. Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit liegen in der Beratung von Unternehmen rund um betriebliche Altersversorgung, Investments und Pensions Administration sowie Vergütung, Human-Capital-Strategie und M&A. Für weitere Informationen besuchen Sie uns auf www.mercer.de oder folgen Sie uns auf Twitter @Mercer_de.

Quelle: www.presseportal.de