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Ausverkauft! Wie Apotheken bei Lieferengpässen helfen

08.07.2024 - Gesundheit / Medizin (Kinder, Arzneimittel, Eltern, Ratgeber, Verlag, Gesundheit)

Baierbrunn (ots) -

Derzeit fehlen zahlreiche Medikamente in Deutschland. Was Eltern in einem solchen Fall tun können - und wie wichtig Apotheken für die Versorgung sind.

Fiebersaft vergriffen, Antibiotikum nicht lieferbar? "Die Lage ist und bleibt angespannt", sagt Dr. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands (DAV) in Berlin, gegenüber dem Apothekenmagazin "ELTERN". Die Gründe für die Lieferengpässe sind komplex. Viele Medikamente werden vor allem in China und Indien produziert. Lange und störanfällige Lieferketten sind die Folge. Wie kommen Eltern jetzt an die Arznei für ihr Kind?

Apotheke hält Rücksprache in Kinderarztpraxis

Am besten mit einem Rezept möglichst direkt in die Apotheke gehen - zum Beispiel in der Nähe der Kinderarztpraxis. Manchmal wissen Ärzte und Ärztinnen, was die Apotheke um die Ecke vorrätig hat, und berücksichtigen das beim Verordnen. Wer ein chronisch krankes Kind hat, das dauerhaft ein bestimmtes Medikament braucht, sollte zudem vorausschauend planen. "Wir empfehlen Patienten, sich bereits dann um den Nachschub ihres Medikaments zu kümmern, wenn sie noch einen Vorrat von ein paar Tagen zu Hause haben", sagt Birgit Masekowitz, Arzneimittelreferentin beim Verband der Ersatzkassen (vdek) in Berlin. Auch DAV-Vorsitzender Hubmann rät dazu, sich rechtzeitig das nächste Rezept zu holen, damit das Apothekenteam ein paar Tage Zeit hat, um das Präparat zu besorgen.

Und so kann die Apotheke helfen: Das Apothekenteam fragt bei mehreren Großhändlern an oder kann eine benachbarte Apotheke kontaktieren, die das Mittel vielleicht vorrätig hat. In manchen Fällen können Apotheken versuchen, auf einen ähnlichen Wirkstoff auszuweichen, sofern der Kinderarzt oder die -ärztin einverstanden ist. "Bei immer mehr Verordnungen ist eine Rücksprache mit der Arztpraxis notwendig, damit das Rezept geändert wird", erklärt Hans-Peter Hubmann. Etwas mehr Spielraum haben die Apotheken bei Kindermedikamenten, die auf einer sogenannten Dringlichkeitsliste stehen. Bei diesen Mitteln können sie ohne Rücksprache teilweise auf den gleichen Wirkstoff in anderer Darreichungsform ausweichen, also zum Beispiel Tabletten statt Saft abgeben. "Die Apotheke kann in solchen Fällen auch ein sogenanntes Rezepturarzneimittel ganz individuell für das Kind herstellen", so Hubmann.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Apothekenmagazin "ELTERN" 7/2024 liegt aktuell in den meisten Apotheken aus.

Quelle: www.presseportal.de

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